ACE 2012 International – Vorträge online

ACE 2012Als Nachtrag meines Beitrags von letzter Woche hier der Hinweis, dass Aras jetzt die Präsentationen veröffentlicht hat. Sie können von der Aras Website heruntergeladen werden.

Viel Spaß beim Lesen! Und wenn Sie Fragen haben, wenden Sie sich gerne an IHR PLM-HAUS.

Neues von Aras & der Community: ACE 2012 International

Als Leiter der Abteilung PLM-Software habe ich DataSquare auf dem diesjährigen Aras Community Event international vom 1. bis zum 3. Mai in Detroit vertreten. Hier ein kurzer Bericht:

ACE 2012Am Tag vor dem eigentlichen ACE war ein sogenannter „Tech Summit“ angesetzt. Dort haben Entwickler (von Kunden oder Partnern) in Zusammenarbeit mit Aras-Mitarbeitern über die Themen und Problemstellungen diskutiert, mit denen die Entwickler in der täglichen Arbeit konfrontiert sind. Aras hat also ein offenes Ohr für die Anliegen der Entwickler – eine wichtige Voraussetzung für eine gut funktionierende Community.

Am Dienstag, dem 1. Mai ging dann das offizielle ACE 2012 los, für das über 300 Anmeldungen aus 24 Ländern vorlagen. Nach der Eröffnung und Keynote von Peter Schroer, dem Aras CEO und President, ging es in die Vorträge. Dort haben entweder Kunden vorgetragen, wie sie mit Aras Innovator erfolgreich ein PLM-System eingeführt haben, oder Aras hat seine neuen Produkte vorgestellt.

Beispielsweise wurde in der Vortrag „Leveraging the cloud“ das neue Produkt Aras Spektrum präsentiert – ein PLM-System für die Cloud. Näheres dazu in Kürze in einem weiteren Artikel. Es wurde auch ein Ausblick auf die neue Requirements-Management-Solution gegeben, deren erste Version mit Aras Innovator 9.4 erscheint. Ein wesentliches Charakteristikum ist der Editor im Relationship-Tab, der das Anlegen, Klassifizieren und Strukturieren von Requirements sehr gut unterstützt.

Zwischen den Vorträgen waren großzügige Pausen eingeplant, in denen Entwickler, Partner und Kunden über ihre Erfahrungen und eigene Lösungen diskutieren konnten. Dieser Austausch mit der Aras-Community war wie schon auf den letzten ACEs sehr fruchtbar.

Ferner wurden kurze Demonstrationen von einzelnen Lösungen gezeigt – dieses Jahr zu ersten Mal nicht in Form von PowerPoint-Folien, sondern live am System. Die Auswahl reichte von kleinen hilfreichen Erweiterungen bis hin zu großen CAD-Schnittstellen, deren größtes Problem die geringe Auslösung der Beamer war (CAD auf einer 1024er-Auflösung ist eigentlich nur für den Zuschauer lustig ;-) ).

Der letzte Tag war dann ganz Aras-Vorträgen gewidmet. Dort wurde zum einen rekapituliert, was Aras im letzten Jahr alles neu eingeführt hat (oder was kurz vor der Vollendung steht). Das beginnt mit der Veröffentlichung der Aras Version 9.3, in der die Impact Matrix, die Teams, die Thumbnails und das Manual Release eingeführt wurden. Es schließen sich die bisher veröffentlichten drei Service-Packs an, die z. B eine Grundlage für die CAD-Konnektoren lieferte, einen File Conversion Server einführten oder Verbesserungen in der Usability brachten. Ferner wurden einige Neuerungen der im Sommer geplanten Version 9.4 wie eine Office-Integration oder die Requirements-Solution angesprochen. Zum anderen wurde ein Ausblick auf die wichtigen Themen des nächsten Jahres gegeben, die Aras Innovator noch weiter nach vorne bringen werden. Dieses geht vom browserneutralen Client über die Einbeziehung sozialer Netzwerk, die Integration vom Manufacturing Process Planning bis hin zu einem ERP Integration Framework.

Aras plant die Foliensätze der Präsentationen und auch einige ausgewählte Videos von den Vorträgen online zu stellen. Wir werden Sie darüber informieren.

Ein Blick auf die Gartner IT-Trends 2012

In jedem Jahr veröffentlicht das Marktforschungsunternehmen Gartner die zehn strategisch wichtigsten Technologietrends für das Jahr – die Trends für 2011 habe ich bereits ausführlich kommentiert und nachträglich bewertet. Dieser Artikel greift die meiner Meinung nach interessantesten Ansätze aus den Prognosen für das Jahr 2012 auf und stellt deren Potenzial für die zukünftige Entwicklung von PLM-Systemen dar.

Die Entwicklung soll erwartungsgemäß auch in diesem Jahr weiter in Richtung Mobile Computing gehen. Der erste Trend: Tablets sollen sowohl in beruflichem als auch in privatem Umfeld weiter Einzug halten und das in unterschiedlichsten Ausführungen. Eine Trennung von privat und beruflich werde es in diesem Bereich zukünftig nicht mehr eindeutig geben. Darum seien Unternehmen gezwungen, ihre mobilen Strategien dahingehend anzupassen, dass auch private Geräte unterschiedlichen Typs sicher in das Firmennetz eingebunden werden können. Ein weiterer Trend, der eng mit dem zuvor Vorgestellten steht, ist die Wandlung von User Interfaces hin zu Touch-, Gesten- und Sprachsteuerung wie von Mobilgeräten bekannt.

Beide vorgestellten Trends könnten in PLM-Systemen sicher auch dazu beitragen, eine deutlich intuitivere Arbeit mit Produktstrukturen und der anschließenden Herstellung des Produktes zu ermöglichen. Man stelle sich als Beispiel einen Qualitätsprüfer mit einem Tablet vor. Er bekommt in Form einer Nachricht auf sein Tablet die Aufgabe vom PLM-System übermittelt, den Prototyp eines Bauteils in der Produktion zu prüfen. Anschließend inspiziert er das Bauteil und ruft gleichzeitig alle vorhanden Informationen darüber auf seinem Tablet auf. Über den Touchscreen navigiert er im CAD-Modell oder dem Drawing des Bauteils und überprüft gleichzeitig den vorliegenden Prototyp. Nachdem die Prüfung erfolgreich abgeschlossen wurde, gibt der Qualitätsprüfer das Bauteil im Prozess des PLM-Systems über sein Tablet frei. Er hätte jederzeit alle für seine Aufgaben benötigten Informationen bei sich und könnte seine Arbeit dadurch flexibler und effektiver gestalten. Das Unternehmen würde für diese Gestaltung eines Arbeitsplatzes nur die der Arbeit entsprechende App erwerben und auf dem Tablet des Qualitätsprüfers zur Verfügung stellen müssen.

Damit kommen wir zu einem weiteren Trend, der von Gartner angesprochen wurde: App-Stores und Marktplätze. Ein Unternehmen müsste im Beispiel des Qualitätsprüfers dann neben dem eigentlichen PLM-System nur die Apps kaufen, die für die Interaktion des Qualitätsprüfers mit dem PLM-System notwendig sind. Das Tablet wäre also individuell konfigurierbar und es gäbe nahezu keine überflüssigen Funktionen, die beim Mitarbeiter zur Verwirrung führen könnten.

Als Optimierung könnte man diesbezüglich auch noch den Trend zum Internet der Dinge in die Produktionskette einbinden. Sensoren in Endgeräten, die zur genauen Überprüfung von Eigenschaften der Produkte oder auch der Maschinen eingesetzt werden, würden dann mit dem PLM-System kommunizieren können und – um bei unserem Beispiel der Qualitätsprüfung zu bleiben – Fehlerberichte über einzelne Produktionsschritte übermitteln und dadurch eventuell Änderungsprozesse von Bauteilen zu starten.

Wie man in meinem Artikel bemerkt haben dürfte, geht der allgemeine Trend in Richtung mobile Kommunikation. Im Bereich PLM kann die Entwicklung eigentlich auch nur in diese Richtung gehen, da die Vorteile für Unternehmen durch den Einsatz der beschriebenen Technologien zweifelsohne groß sein werden. Eine interessante Vorstellung, aber das sind nur meine Gedanken zu diesem Thema. Uns würde sehr interessieren, welche potenziellen Möglichkeiten Sie in den beschriebenen Technologien für einen Einsatz in einem PLM-System sehen.

ILS-Forum in Hamburg

Am letzten Donnerstag war ich Gast bei einem sehr interessanten ILS-Forum der Consinto GmbH in Hamburg.

Dort war das „Who is who“ der deutschen Firmen im Verteidigungssektor anwesend. In Praxisbeispielen verdeutlichten diese die Herausforderungen durch die bestehenden ILS-Vorschriften der NATO. Hervorzuheben ist der Beitrag von Herrn Schüttler von der Firma Cassidian, der sehr anschaulich die Probleme schilderte, die sich allein aus der Lebensdauer der einzelnen Produkte ergeben. Ein Beispiel war dort das Mehrzweckkampfflugzeug Tornado, das mittlerweile seit 25 Jahren fliegt und wahrscheinlich nochmals 15 bis 20 Jahre im Einsatz sein wird.

Was ist ILS überhaupt?

ILS steht für „Integrated Logistic Support“ und ist Grundlage für alle Produkte im militärischen Verteidigungsbereich. ILS wurde Ende der 1980er Jahre von der US Army zur Steuerung der gesamten Dienstleister und Zulieferer eingeführt und in den 1990er Jahren in der NATO und Nicht-NATO-Ländern als Standard eingeführt.

Es gibt zehn ILS-Elemente:

  • Wartungsplanung
  • Versorgungssupport
  • Support- und Testgeräte/Geräte-Support
  • Arbeitskräfte und Personal
  • Training und Trainingsgeräte-Support
  • Technische Daten
  • Computer-Ressourcen-Support
  • Verpackung, Handhabung, Lagerung und Transport (Packaging, Handling, Storage, Transportation (PHS&T))
  • Anlagen
  • Design-Schnittstelle

Im ILS gibt es für alle Bereiche Vorschriften, wie z. B. die Dokumentation aufgebaut sein muss (S1000D) oder wie die gesamte Logistikkette zu funktionieren hat (S3000L). Allein die S3000L besteht aus über 600 Seiten Handlungsanweisungen, wie in der Logistic Support Analysis innerhalb der NATO zu verfahren ist.

Letztendlich sind alle Vorschriften (S1000D, S2000M, S3000L, S4000M, S5000F, …) nichts anderes als ein komplett beschriebenes PLM-System, da in diesen Standards bis in die kleinste Kleinigkeit alle Prozesse, Workflows, Dokumente und Schnittstellen innerhalb der NATO beschrieben sind. Somit könnten diese gesammelten ILS-Werke als perfekte PLM-Beschreibung dienen …

Zurück von der PLM Innovation 2012

PLM Innovation 2012Der Messestand ist abgebaut und ich bin wieder gut im heimatlichen Hamburg angekommen. CIMdata hatte zur PLM Innovation 2012 nach München geladen. Zwei aufregende Tage mit interessanten Gesprächen und hervorragenden Vorträgen liegen hinter mir. In Erinnerung bleiben wird zum Beispiel die Präsentation von Jason Spyromilio, European Extremely Large Telescope Project Office, European Southern Observatory, Germany, der über den Bau des „größten Auges der Welt“ berichtet hat. Dabei ging es nicht nur um die technischen Herausforderungen, die es dabei zu lösen galt. Natürlich haben die Dimensionen dieses Vorhabens ein Leuchten in unsere Augen gezaubert. Und ein bisschen war es wie früher an der Uni, als auf einer Folie sogar ein unbestimmtes Integral auftauchte.

Aber viel wichtiger waren die Gedanken und Ideen über die Zusammenarbeit, das Miteinander von Menschen aus unterschiedlichen Ländern, aus unterschiedlichen Kulturen, die mich nachhaltig beeinflussen werden. PLM ist eben doch mehr als „nur“ eine Software, PLM ist zuerst das Verlangen von Menschen, gemeinsam ein Problem zu lösen. Impressionen von der PLM Innovation findet man übrigens bei Twitter unter dem Hashtag #PLM2012.

„Du sollst keine anderen Systeme haben neben mir“ – Gedanken zur Alleinstellung des PLM-Systems

Sucht man in Google nach dem Begriff PLM, findet man auf den ersten Seiten hauptsächlich PLM-Systemhersteller. Auch im sonstigen Gebrauch des Begriffes wird vielfach PLM mit PLM-System gleichgesetzt und somit dieser Managementansatz auf eine Softwarelösung reduziert. In meinem heutigen Blogartikel möchte ich einige Gedanken zusammentragen, die sich von dieser Betrachtungsweise lösen und einen anderen Blickwinkel auf dieses Thema zeigen.

Die erste These ist, dass ich mich vom klassischen Ansatz eines PLM-Systems trennen möchte, dass alle produktrelevanten Daten möglichst in der Datenbank und/oder Vault zusammengefasst werden sollen. Was passiert eigentlich, wenn man dem Konstrukteur seine PDM-Lösung lässt, die gut mit seinem CAD-System integriert ist. Der Projektingenieur fühlt sich eigentlich auch ganz heimisch mit seinem MS Project und die Arbeitsvorbereitung legt ihre Dokumente auf einem Netzlaufwerk ab. Und für den Hauptteil der Arbeit reicht das auch vollkommen.

Solange jeder auf seiner Insel bleibt, ist auch jeder zufrieden. Schwierig wird es nur, wenn zum Beispiel Änderungsprozesse disziplinübergreifend bearbeitet werden müssen und somit eine gemeinsame Datenbasis unbedingt notwendig wird. An dieser Stelle schlägt die Stunde eines PLM-Systems, das die einzelnen Inseln in ein Datenmodell integriert. Welcher Aufwand notwendig ist, diese Insellösungen in ein PLM-System zu überführen, kennen wir aber auch alle. Die technische Herausforderung steht dabei gar nicht im Vordergrund. Viel aufwändiger ist der Änderungsprozess in den Köpfen der Anwender, die von ihrem lokalen Maximum – ihrer Insellösung – auf ein globales Maximum – PLM-System – umschwenken müssen. Wie viele PLM-Projekte sind eigentlich schon an diesem Punkt gescheitert, obwohl sie in Betrachtung des Gesamtunternehmens definitiv die versprochenen Ziele erreicht hätten?

Der Kompromiss wäre doch, dem Anwender sein lokales Maximum zu lassen und trotzdem die Zusammenarbeit zu ermöglichen. Ein Vorschlag, den ich hier zur Diskussion stellen möchte, ist, das PLM-System eher als intelligente Suchmaschine zu sehen. Trennen wir uns doch mal vom Gedanken der kompletten Systemintegration. Vielleicht ist es viel effektiver, weniger Zeit in die Datenablage in komplexen Datenmodellen zu investieren und dort eher lose ein Informationsnetzwerk zu spannen. Und wir denken mal an eine Google-Like Suchmaschine, die mir in unterschiedlichen Datenquellen die Informationen zusammensucht, die ich für meine aktuelle Aufgabe gerade benötige. Und mit der Unschärfe von unpassenden Treffern der Suche lebe ich einfach. Im normalen Internetalltag tue ich das ja auch. Wobei, wenn ich mir so anschaue, wie treffsicher mir Amazon mir Vorschläge „Das könnte Sie auch interessieren“ aus den wenigen Informationen macht, die dort zur Verfügung stehen. Und wenn man diesen Gedanken mal auf unsere PLM-Strategie transportiert:

PLM ist meine Amazon-Google-Suchmaschine für die Informationen meines aktuellen Arbeitsauftrags. Den Daten, die ich für meine Arbeit benötige, folge ich im PLM-Twitter. Und das alles habe ich zusätzlich zu meiner klassischen Insellösung, mit der ich seit Jahren arbeite.

Ich möchte aber auch neben den positiven Dingen auch die negativen Aspekte nicht verschweigen: Wer sagt mir, dass meine Suchergebnisse vollständig sind? Was passiert mit meinen Prozessen, den elektronischen Workflows? Ich freue mich auf eine rege Diskussion mit den Lesern dieses Artikels.

Review Gartner IT-Trends 2011 und die Auswirkungen auf das PLM

Mitte des vergangenen Jahres haben wir die IT-Trends, die jedes Jahr von Gartner veröffentlicht werden, auf die Verwendbarkeit in PLM-Systemen geprüft. Auch wenn sich die IT-Trends nicht direkt auf den Bereich PLM bezogen, konnten wir uns bei der Mehrzahl der vorgestellten Technologien durchaus vorstellen, dass sie sinnvoll im Bereich PLM eingesetzt werden könnten. Seitdem sind ein paar Monate vergangen und nun wollen wir einen kurzen Rückblick geben auf das, was sich bisher verändert hat.

Im ersten Teil der IT-Trends 2011 wurde das Cloud Computing von uns mit einer positiven Prognose versehen. Tatsächlich hat sich in diesem Bereich schon etwas getan. Seit ein paar Monaten gibt es z. B. einen Cloud-Service für das PLM-System Aras Innovator. Dabei wird das PLM-System von einer Firma zur Verfügung gestellt, erweitert und gewartet. Damals war ich diesem Konzept gegenüber skeptisch und auch heute kann ich nicht beurteilen, ob das Produkt angenommen wird. Mal abwarten, wie es sich in den kommenden Monaten weiterentwickelt, denn interessant ist dieser neue Weg allemal. Nähere Informationen finden Sie zum Beispiel bei Digital Engineering.

Aus dem zweiten Teil der IT-Trends 2011 kann man besonders „Next Generation Analytics“ zu den Überraschungen zählen. Uns ist in den vergangenen Wochen häufig aufgefallen, dass einige Unternehmen vermehrtes Interesse an Technologien und Lösungen haben, die gesammelte Daten aus PLM-Systemen für die Erstellung von Ausblicken, Prognosen und Simulationen verwenden können. Dabei scheint der Fokus besonders auf Projekt- und Ressourcenplanung zu liegen, daher sind für diesen Bereich auch bereits Lösungen in Arbeit.

Andere Technologien lassen leider noch mit merkbaren neuen Innovationen für PLM-Systeme auf sich warten. Doch man kann davon ausgehen, dass sich in den kommenden Monaten wieder einiges in der PLM-Welt verändern wird. Ich blicke gespannt in die Zukunft und freue mich, Ihnen in den nächsten Wochen die IT-Trends 2012 von Gartner vorstellen zu können.

DataSquare + MEAIS = IHR PLM-HAUS

Wir starten mit einer Meldung in eigener Sache ins neue Jahr:

DataSquare - Ihr PLM-HausZum Jahreswechsel wurde DataSquare mit seiner Schwesterfirma MEAIS verschmolzen. MEAIS (Misdorf Engineering and IT-Solutions) war ursprünglich ein Ingenieurbüro, das sich auf Softwareentwicklung spezialisiert hat. In den letzten Jahren standen wir bereits häufig mit den Kollegen im Kontakt, weil es bei vielen Projekten Berührungspunkte gab. Wir freuen uns nun auf eine engere Zusammenarbeit und darauf, auf das Know-how der MEAIS-Kollegen im Bereich des technischen PLM-Consultings und auf ihren Engineering-Background zugreifen zu können.

Mit dieser Erweiterung unserer PLM-Expertise können wir ein noch umfassenderes Consulting bieten. Wir möchten unseren Kunden künftig als PLM-Haus in allen Fragen des Product Lifecycle Managements zur Seite stehen.

Auf unserer neuen Website können Sie sich über unser erweitertes Angebot informieren.

Wir wünschen Ihnen ein schönes neues Jahr und sind gespannt auf die PLM-Themen, die 2012 mit sich bringen wird.

Alle Jahre wieder … – Erfolgreiches Wunsch- und Geschenkemanagement

Frohe WeihnachtenLiebe Leser,

wir möchten dieses Blog-Jahr mit einer besonderen, ganz aktuellen Betrachtung des Product Lifecycle Managements abschließen. Wir wünschen Ihnen viel Spaß beim Lesen, eine schöne Weihnachtszeit und einen guten Rutsch in ein erfolgreiches neues Jahr.

Ihr PLM-Blog-Team


Das PLM-System des Weihnachtsmanns

Weihnachten, das Fest der Liebe und der Geschenke, ist alle Jahre wieder eine große Aufgabe für den Weihnachtsmann.

Gerade die logistische Herausforderung, jeden der Wünsche auch zeitgerecht und wunschgemäß zu erfüllen, wäre ohne PLM-System sicherlich nicht möglich. Wie kann man sich sonst die extrem niedrige Fehlerrate der falsch gelieferten Weihnachtsgeschenke und auch die volle Umsetzung der Extrawünsche erklären?

Da er weltweit tätig ist, sein Budget sehr limitiert ist und er keine große Administration aufbauen kann, hat der Weihnachtsmann sich für ein Open Source PLM-System entschieden, das alle seine unternehmensrelevanten Systeme steuert.

Die logistische Herausforderung startet für den Weihnachtsmann zunächst mit dem Erfassen aller Wunschzettel (Requirementsmanagement) der Beteiligten. Wobei hier eine Versions- und Revisionssteuerung unerlässlich ist, da wie bekannt, sich diese Wunschzettel oftmals stündlich ändern. Ohne sinnvolle Check-in und Check-out-Mechanismen, eine Steuerung der Zugriffsrechte und Verteilung anhand von Workflows (heimlich Oma und Opa zustecken) kann das System nicht funktionieren. Da das Medium und auch die Darstellung der Wunschzettel nicht einheitlich geregelt sind, sind Technologiestandards wie eine offene SOA-Architektur für den Weihnachtsmann zwingend nötig.

Nach erfolgter Requirementsaufnahme und Absegnung durch das elterliche Changeboard startet das interne Projektmanagement zur Beschaffung. Hier ist die Einbindung der externen Schenker über gruppen- oder rollenbasierenden Zugriffsrechten wie z. B Oma und Opa unerlässlich, damit doppelte Lieferungen von vornherein ausgeschlossen sind. Außerdem darf der Weihnachtsmann die entsprechenden Zulieferer wie zum Beispiel die Wichtel, Amazon, Toys’r’us nicht außer Acht lassen, damit eine pünktliche Lieferung bis zum 24.12. erfolgen kann. Hier kommt ein phasengesteuertes Projektmanagement zum Einsatz, wobei die einzelnen Milestones durch eine einfache Modellierungs-Workflow-Engine auf der Einkaufsliste von Mutti abgestrichen werden können. Auch hier gibt es zusätzliche logistische Anforderungen, damit die Ware möglichst diskret und idealerweise schon fertig in Geschenkpapier eingeschlagen angeliefert wird.

Der knappe Zeitplan kann durch eine sehr gute FMEA-Analyse gehalten werden. Dadurch werden die Fehler letztendlich minimiert, sodass durch „Best Practise“ und ein CMII-Vorgehensmodell die Lieferungen seit Jahrhunderten ohne größere Probleme vorbildlich klappen.

Auch der Product Lifecycle für die ersten Stunden der Geschenkverwendung muss gleich mitgeplant werden, da beispielsweise zu wenig vorhandene oder sogar falsche Batterien das Weihnachtsfest schnell in eine Eskalationsrunde ausarten lassen. Letztendlich ist eine komplette Steuerung des Lebenszyklus unerlässlich, damit man auf Lieferungen vergangener Weihnachtstage sinnvoll aufbauen kann und die richtigen Ergänzungssätze oder auch Schmuckteile immer im Lieferumfang parat hat.

Unser Fazit: Weihnachten wird durch das PLM-System entschieden!

DataSquare goes CMII

Das Thema Konfigurationsmanagement und dessen enge Verbindung zum PLM wurde in verschiedenen Beiträgen in diesem Blog bereits betrachtet. Insbesondere sei dabei auf zwei Artikel verwiesen: PLM & CMII, in dem der generelle Zusammenhang zwischen dem Organismus PLM und dem Rückgrat CMII beschreiben wird. Auf einen besonders wichtigen Aspekt der Kostenvermeidung für Nacharbeiten geht der Beitrag Stabilität durch weniger Nacharbeit ein.

Unsere Projekterfahrung zeigt uns, dass die Symbiose zwischen dem Konfigurationsmanagement und dem PLM sehr eng ist. Die Bereiche des Änderungswesens, des Anforderungsmanagements, der Strukturierung von Produkten in unterschiedlichen Sichten und noch vieles mehr bilden eine große Schnittmenge aus beiden Managementansätzen. Manchmal haben diese Dinge einen anderen Namen, aber der Inhalt ist doch sehr oft ähnlich oder sogar identisch.

GfKMDaher freut es uns sehr, dass die Gesellschaft für KonfigurationsManagement, als Hüter des CMII-Standards, uns als PLM-Beratungshaus den Status CMII-ESP – CMII Europe Solution Partner verliehen hat. Um es mal mit Willy Brandts Worten zu sagen: „Da wächst zusammen, was zusammen gehört“.

Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit mit der GfKM.

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